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Bozzini Copyright Anne-Louise Frei

Titel “Bozzini”

Das Bild verbindet ein Autograph von Philipp Bozzini mit seinem Aquarell der Lichtquelle des Lichtleiters. (J.A. Benjamin Collection der UCLA Medical Library, Los Angeles.)

Endoskopie:

Ein Signaturinstrument der Urologie ist das Zystoskop*. Das Vorbild für alle späteren Modifikationen wurde von Maximilian Nitze (1848-1906) am 2. Oktober 1877 in Dresden vorgestellt. Klinisch nutzbar waren jedoch erst
die in Wien mit J. Leiter (1830-1892) seit dem März 1879 eingesetzten Zystoskope. Ein erstes Endoskop, den so genannten „Lichtleiter“ demonstrierte Philipp Bozzini (1773-1809) in Frankfurt am Main im Jahre 1806.


[* Geschichte der Endoskopie. Band 1-4, 5-7. Reuter, M.A., Karl Krämer-Verlag, Stuttgart 1998, 2003.]

Titel “Erinnerung”

Titel “Erinnerung”

Das Werk beinhaltet ein Portrait und eine Widmung von Alexander von Lichtenberg (1880-1949) („zur freundlichen Erinnerung an Jahre gemeinsamer glücklicher Arbeit. Berlin, 24.6.1936“) am Tag seiner Abreise aus Deutschland. Als Jude vertrieben aus Praxis und Klinik, der Lehrtätigkeit an der Charité und der Deutschen Gesellschaft für Urologie, deren Präsident er 1928 war und
der den Maximilian Nitze-Preis stiftete. Mit Moses Swick entwickelte er 1929 die Ausscheidungsurographie.

Uro-Radiologie:

C. F. Röntgen entdeckte am 8.11.1895 eine „neue Art von Strahlen“, die später nach ihm benannt wurden. Ihr revolutionärer Einsatz in der Medizin erfolgte sofort. Die Urologie leistete wichtige Beiträge zur Entwicklung röntgenologischer Untersuchungsmethoden*: Zystographie, retrograde Pylographie, intravenöse Urographie u.a. Die Berechtigung röntgenologischer
Leistungen in der urologischen Praxis und Klinik ist daher nicht nur medizinisch, sondern auch historisch begründet. [* Entwicklung der bildgebenden Diagnostik in der Urologie. F. Moll, P. Rathert. In: Illustrierte Geschichte der Urologie. Hrsg. J. Konert, H.G. Dietrich, Springer-Verlag
2004. ** Alexander von Lichtenberg (1880-1949) – Legitimation der Urologie durch klinische Forschung. P. Rathert, J. Rathert. In: Wegbereiter der Urologie. Hrsg. D. Schultheiss, Springer-Verlag 2001.]

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Titel “Inkontinenz”

Das Motiv zeigt den Träger eines Urinals nach Penisverletzung
(C. Cabaccini, 1762).

Inkontinenz:

Das Problem des unwillkürlichen Urinabgangs beschäftigt alle Menschen von Geburt an. Die Urologie ist zur zentralen Fachgesellschaft für die Enttabuisierung, Diagnostik und Therapie dieses die Lebensqualität tiefgreifend verändernden Leidens. Das gleichberechtigte Zusammenwirken mit anderen Disziplinen fokussiert sich in der Gesellschaft für Kontinenz (H. Melchior) und dem Arbeitskreis Urologische Funktionsdiagnostik und Urologie der Frau.

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Titel “Roboter”

Das Bild verfremdet den Einsatz der Technik (Robotor „da-Vinci”) in der Urologie.

Innovative Techniken
Für die Diagnostik und Therapie in der Urologie wurden wegweisende Techniken entwickelt bzw. genutzt. Das Zystoskop (M. Nitze) legte die Basis für die „Minimal invasive Therapie“ (Knopflochchirurgie). Der Laser fand Eingang in die Tumor- und Steintherapie. Die Stoßwellenlithotrypsie (ESWL) hat die Therapie der Urolithiasis revolutioniert und für den Patienten humanisiert. Sie versöhnt mit dem Bedrohungspotential moderner Technik. Der Einsatz moderner Roboter (da-Vinci) muss diesen Nachweis noch erbringen.